toxoplasmosis

Toxoplasmose

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Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die durch den Parasiten Toxoplasma gondii verursacht wird. Eine Ansteckung erfolgt meist durch:

  • den Verzehr von rohem oder unzureichend gegartem Fleisch, das Zysten des Parasiten enthält,
  • nicht gewaschenes Obst oder Gemüse, das mit Erde oder Katzenkot verunreinigt sein kann,
  • Kontakt mit infizierter Erde (z. B. bei Gartenarbeit),
  • verunreinigtes Wasser oder Küchenutensilien
  • Ausscheidungen die von Katzen stammen - in der Schwangerschaft wird empfohlen, den Kontakt mit dem Katzenkot zu vermeiden

Bei Erwachsenen verläuft die Infektion oft ohne Symptome oder mit grippeähnlichen Beschwerden – Fieber, Muskelschmerzen, geschwollene Lymphknoten, Müdigkeit. In Deutschland haben etwa 30-50% der Frauen im gebärfähigen Alter bereits Antikörper (IgG), was auf einen früheren Kontakt mit dem Erreger hinweist und einen gewissen Schutz bietet.

Aber Achtung: Wenn du dich zum ersten Mal während der Schwangerschaft ansteckst, kann der Parasit die Plazenta überwinden und das ungeborene Kind gefährden. Eine angeborene Toxoplasmose kann schwerwiegende Folgen haben – Schäden am Gehirn, an den Augen oder am Nervensystem, Fehlgeburt oder Totgeburt.

Diagnostik in der Schwangerschaft – was und wann untersucht wird

  • Es wird empfohlen, Antikörpertests (IgG und IgM) möglichst früh in der Schwangerschaft, also bei der ersten Vorsorgeuntersuchung, durchführen zu lassen.
  • Wenn der Befund zeigt, dass du keine Antikörper (IgG negativ) hast, solltest du die Tests jedes Trimester wiederholen, um eine mögliche Neuinfektion rechtzeitig zu erkennen.
  • Bei positiven IgM-Werten oder Verdacht auf eine frische Infektion werden weitere Untersuchungen gemacht – insbesondere die Bestimmung der Avidität der IgG-Antikörper, um zu unterscheiden, ob es sich um eine neue oder alte Infektion handelt.
  • Wenn ein begründeter Verdacht auf eine Infektion des Fötus besteht, kann eine Amniozentese mit Nachweis des Parasiten-DNA (PCR-Test) im Fruchtwasser durchgeführt werden.

In Deutschland sind Toxoplasmose-Screenings in der Schwangerschaft nicht verpflichtend, werden aber von vielen Frauenärzten empfohlen, vor allem bei erhöhtem Infektionsrisiko. Bei fehlenden Verdacht und Risiko werden die Kosten für die Untersuchung leider nicht von der Krankenkasse übernommen.

Risiko der Übertragung und mögliche Folgen für das Kind

  • Je später in der Schwangerschaft die Infektion auftritt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Parasit auf das Kind übergeht – im 3. Trimester kann das Risiko bei 60% liegen, allerdings sind die Folgen meist milder.
  • Im 1. Trimester ist die Übertragung seltener, aber wenn sie passiert, können die Folgen schwerwiegender sein – Fehlgeburt oder Schädigung des Fötus.
  • Kinder mit angeborener Toxoplasmose können Spätfolgen entwickeln – insbesondere Augenschäden (Retinitis), neurologische Probleme oder Entwicklungsverzögerungen, die sich erst im Kindes- oder Jugendalter zeigen.
  • Auch wenn viele intrauterine Infektionen ohne erkennbare Symptome beim Neugeborenen verlaufen, bleibt das Risiko bestehen und erfordert ärztliche Beobachtung.

Behandlung – was passiert bei einer Infektion?

  • Die Behandlung der Toxoplasmose in der Schwangerschaft erfolgt mit parasitostatischen Medikamenten. Am häufigsten wird Spiramycin eingesetzt – es verringert das Risiko der Übertragung auf den Fötus.
  • Wenn der Fötus bereits infiziert ist, erfolgt eine Therapie mit einer Kombination aus Pyrimethamin + Sulfadiazin und Folsäure (Folinat), um Nebenwirkungen zu reduzieren.
  • Pyrimethamin wird im ersten Trimester nicht angewendet, da es potenziell fruchtschädigend sein kann.
  • Die Behandlung dauert meist bis zum Ende der Schwangerschaft und erfordert regelmäßige Kontrollen von Blutbild, Nieren- und Leberwerten.
  • Nach der Geburt wird das Neugeborene serologisch untersucht und, falls nötig, weiterbehandelt und überwacht.

Wie du das Risiko einer Ansteckung minimieren kannst Diese einfachen Maßnahmen können das Risiko deutlich senken:

  • Vermeide rohes oder unzureichend gegartes Fleisch – gare Fleisch immer gründlich durch.
  • Wasche Obst und Gemüse sorgfältig, besonders, wenn sie Kontakt mit Erde hatten.
  • Verwende separate Schneidebretter und Messer für rohes Fleisch und andere Lebensmittel.
  • Wasche deine Hände gründlich nach Kontakt mit rohem Fleisch, Erde oder ungewaschenem Gemüse/Obst.
  • Trage Handschuhe bei Gartenarbeiten und vermeide direkten Kontakt mit Erde.
  • Wenn du eine Katze hast: Reinige das Katzenklo täglich (am besten mit Handschuhen) und wasche danach die Hände. Füttere deine Katze nicht mit rohem Fleisch.
  • Trinke kein unbehandeltes Wasser, besonders nicht in Regionen, in denen die Wasserqualität unsicher ist.

*Quellen: Robert Koch-Institut (RKI) – Ratgeber für Ärztinnen und Ärzte: Toxoplasmose https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Toxoplasmose.html STIKO (Ständige Impfkommission) – Empfehlungen zum Screening und Umgang mit Toxoplasmose in der Schwangerschaft https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/T/Toxoplasmose/Toxoplasmose.html Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) – Leitlinie: Infektionen in der Schwangerschaft – Toxoplasmose https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/015-082.html Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) – Toxoplasmose in der Schwangerschaft – wie du dich schützen kannst https://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/toxoplasmose/ §12 SGB V regelt den leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung §27 SGB V regelt den Zugang zu Laboruntersuchungen und Diagnostik die von der Krankenkasse übernommen werden können*