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Hebammenbesuch nach der Geburt – was dich erwartet und wie du dich vorbereiten kannst

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Die ersten Tage mit deinem Neugeborenen sind voller Emotionen – Freude, Erschöpfung und tausend Fragen auf einmal. In dieser intensiven Zeit bist du jedoch nicht allein. Dank des deutschen Gesundheitssystems steht dir eine Hebamme zur Seite, die dich zu Hause besucht und dich in den ersten Wochen nach der Geburt begleitet. Diese Besuche sind nicht nur medizinische Unterstützung – sie sind auch Momente des Innehaltens, Zuhörens und ehrlichen Beistands.

Was ist ein Hebammen-Nachsorgetermin? Nach der Geburt hat jede Frau, die in Deutschland gesetzlich oder privat krankenversichert ist, Anspruch auf die Betreuung durch eine Hebamme – egal ob du im Krankenhaus, im Geburtshaus oder zu Hause entbunden hast.

Die Hebamme kommt meist innerhalb der ersten Tage nach der Entlassung zu dir nach Hause. In den folgenden Wochen kann sie dich regelmäßig besuchen – bis zu 12 Wochen nach der Geburt, und bei Stillfragen oder Problemen auch länger. Die Kosten übernimmt vollständig deine Krankenkasse.

Während dieser Besuche prüft die Hebamme den Gesundheitszustand von dir und deinem Baby, unterstützt dich beim Stillen, bei der Babypflege und beantwortet alle deine Fragen. Wenn dich etwas beunruhigt – sprich es unbedingt an. Es gibt keine „dummen Fragen“ – jede Unsicherheit ist verständlich, und darüber zu sprechen hilft dir, dich sicherer zu fühlen.

Wie kannst du dich auf den Besuch vorbereiten? Du musst dein Zuhause nicht perfekt aufräumen. Wichtiger ist ein ruhiger Ort, an dem ihr euch zusammensetzen könnt – am besten dort, wo du dein Baby normalerweise wickelst oder stillst.

Lege die wichtigsten Unterlagen bereit:

  • dein Mutterpass,
  • den U-Heft deines Babys (Kinder-Untersuchungsheft),
  • und die Krankenhaus-Entlassungsunterlagen.

Schreibe dir Fragen auf, die dir seit der Geburt in den Sinn gekommen sind – unter Stress vergisst man leicht etwas Wichtiges. Und mach dir keine Sorgen: Die Hebamme kommt nicht, um dich zu bewerten, sondern um dich zu unterstützen und zu stärken. Wenn du ältere Kinder hast, ist es hilfreich, wenn jemand sie in dieser Zeit kurz betreut – so kannst du dich ganz auf das Gespräch konzentrieren.

Was passiert während des Besuchs? Ein Hausbesuch dauert in der Regel zwischen 30 und 60 Minuten.

Die Hebamme

  • kontrolliert die Wundheilung (z. B. nach Dammriss oder Kaiserschnitt),
  • prüft deine Gebärmutterrückbildung,
  • tastet deine Brüste ab, um Stillprobleme früh zu erkennen,
  • misst deinen Blutdruck
  • und fragt nach deinem allgemeinen und emotionalen Befinden.

Wenn du stillst, zeigt sie dir bequeme Positionen, überprüft das Anlegen des Babys und hilft dir bei möglichen Schwierigkeiten – etwa bei Milchstau, Schmerzen oder wunden Brustwarzen. Wenn du Fläschen gibst, berät sie dich zu Menge, Temperatur und Fütterrhythmus.

Auch dein Baby wird untersucht: Die Hebamme wiegt es, beobachtet Muskeltonus, Hautfarbe, Nabelheilung und Reaktionen auf Reize. Falls sie Auffälligkeiten bemerkt, kann sie dir empfehlen, eine Kinderärztin oder einen Kinderarzt besuchen.

Sprich offen über deine Gefühle – Erschöpfung, Traurigkeit, Sorgen oder Überforderung sind häufig. Die Hebamme ist auch dafür da, dich emotional zu begleiten und kann dir zeigen, wo du psychologische oder soziale Unterstützung findest.

Wie du das Hebammen-Angebot optimal nutzt Nach jedem Besuch lohnt es sich, wichtige Hinweise oder Tipps aufzuschreiben. Wenn neue Fragen auftauchen, notiere sie für den nächsten Termin.

Deine Hebamme darf dich mehrmals besuchen – je nach Bedarf. Solltest du dich unsicher fühlen oder zusätzliche Unterstützung wünschen, kannst du um weitere Hausbesuche oder telefonische Beratung bitten. Manche Hebammen bieten auch Online-Sprechstunden an. Dies ist auch ein guter Zeitpunkt, um mit deiner Hebamme weitere Schritte zu planen: z. B. die erste Kinderarztuntersuchung (U2/U3), Impfungen, Stillberatung oder Rückbildungskurse. Sie kann dir auch erklären, welche Familienleistungen dir zustehen – etwa Elterngeld, Kindergeld oder Zuschüsse für Betreuung.

Der Hebammenbesuch ist keine Formalität, sondern echte Unterstützung in einer der wichtigsten Phasen deines Lebens. Nimm sie an – mit Offenheit und Vertrauen. Frag nach, wenn du unsicher bist. So gewinnst du Sicherheit, Ruhe und Freude in deinen ersten Wochen mit deinem Baby.

*Quellen: SGB V §24 Absatz 1 und 2 und auch §134 HebammenG §1-2, §6 Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit Bundesministerium für Gesundheit*