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Die Wahl deiner Hebamme – dein erster Schritt in die Vorbereitung auf die Mutterschaft

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Die Schwangerschaft ist eine ganz besondere Zeit – voller Erwartungen, Veränderungen und neuer Erfahrungen. Unter den vielen Entscheidungen, die du in dieser Phase triffst, besonders wichtig ist die Wahl deiner Hebamme. Viele denken, dass man erst kurz vor der Geburt oder danach eine Hebamme braucht – doch es lohnt sich, schon früh in der Schwangerschaft, am besten direkt nach der Bestätigung der Schwangerschaft beim Frauenarzt eine Hebamme zu suchen. So kannst du schon in der Vorbereitungszeit auf die Geburt von ihrem Fachwissen und ihrer Unterstützung profitieren.

Eine Hebamme ist weit mehr als nur die Fachfrau, die nach der Geburt vorbeikommt. Sie begleitet dich schon während der Schwangerschaft, erklärt körperliche und emotionale Veränderungen, beantwortet deine Fragen und unterstützt dich mit Empathie und Erfahrung. Sie kann dich von Beginn an begleiten – vom positiven SchwangerschaftstestA bis weit über die Geburt hinaus. Du kannst deine Hebamme frei wählen: über Empfehlungen deiner Gynäkologin, durch Freundinnen oder über Hebammen-Suchportale.

Warum eine Hebamme so wichtig ist Hebammen sind zentrale Begleiterinnen im deutschen Gesundheitssystem. Ihre Unterstützung ist keine Pflicht, die Leistungen werden in der Regel von gesetzlichen Krankenkassen übernommen - Private Krankenversicherungen können andere Regeln haben - sowohl während der Schwangerschaft als auch im Wochenbett.

Während der Schwangerschaft kannst du Hebammen-Sprechstunden, Geburtsvorbereitungskurse und Beratungen nicht nur zu Ernährung, Bewegung, Beschwerden sondern auch individuelle Stillvorbereitung nutzen. Nach der Geburt stehen dir bis zum 10 Lebenstag des Kindes 20 Kontakte entweder als Hausbesuch oder Video Sprechstunde (Max 2 pro Tag) zu. Ab dem 11 LT des Kindes bis zu 12 Wochen noch 16 Termine zu vereinbaren, die von Krankenkasse übernommen werden. Diese Besuche dienen der medizinischen und emotionalen Betreuung – für dich und dein Baby.

Die Hebamme hilft dir, den Wochenfluss und die Heilung zu beobachten, unterstützt dich beim Stillen oder beim Füttern mit der Flasche und steht dir bei Unsicherheiten zur Seite. Wenn du Fragen hast – etwa zur Nabelpflege, Babypflege, Hautirritationen oder zum Umgang mit Koliken – kannst du dich vertrauensvoll an sie wenden. Sie ist nicht da, um zu beurteilen, sondern um dich zu unterstützen und zu stärken.

Wie läuft ein Hausbesuch nach der Geburt ab? Die erste Hebammen-Visite findet meist innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach der Entlassung aus der Klinik statt. Bei diesem Besuch schaut sich die Hebamme dein Baby genau an, sie misst und wiegt es, prüft die Haut, beobachtet den Nabel und achtet auf die Gewichtszunahme. Wenn du stillst, zeigt sie dir, wie du dein Baby richtig anlegst, oder bespricht mit dir das Füttern mit der Flasche.

Du musst dich auf den Besuch nicht besonders vorbereiten – halte einfach das U-Heft (Untersuchungsheft), Mutterpass und die Krankenhausunterlagen bereit. Am besten schreibst du dir vorher deine Fragen auf, damit nichts vergessen wird. Die Hebamme beantwortet alles geduldig – vom Stillrhythmus über Schlafverhalten bis zur Babypflege. Alle Fragen werden beantwortet.

Sie überprüft auch deine eigene Gesundheit: die Rückbildung der Gebärmutter, die Wundheilung nach einem Kaiserschnitt oder Dammriss und dein allgemeines Befinden. Gemeinsam besprecht ihr die nächsten Schritte – etwa anstehende U-Untersuchungen, Impfungen oder Stillprobleme.

Die Rolle der Hebamme in deinem neuen Alltag Mit der Geburt deines Babys verändert sich dein Leben komplett – Schlafmangel, Hormone, neue Verantwortung und eine Flut von Emotionen. Gerade in dieser Zeit ist der Kontakt zur Hebamme von unschätzbarem Wert. Sie bietet nicht nur medizinische und praktische Unterstützung, sondern auch Zuhören, Verständnis und emotionale Begleitung.

Viele Mütter erleben die Hebammenbesuche als eine Art Atempause für die Seele – als Moment, in dem sie offen über Sorgen sprechen und ehrliche Antworten bekommen können. Für viele ist die Hebamme die erste verlässliche Partnerin auf dem neuen Lebensweg. Diese Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche – im Gegenteil, es zeigt, dass du Verantwortung übernimmst und weißt, dass Mutterschaft nicht nur Instinkt ist, sondern auch Wissen, Erfahrung und Selbstfürsorge.

Wo du eine Hebamme in Deutschland findest

  • Über die Hebammensuche deiner Krankenkasse oder der Plattform hebammensuche.de
  • Über das Familienportal des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
  • Durch Empfehlungen von Freundinnen, Geburtskliniken oder Gynäkolog:innen

Da viele Hebammen frühzeitig ausgebucht sind, ist es ratsam, dich spätestens im 2. Trimester um deine Betreuung zu kümmern.

*Quellen: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit §24d SGB V Versorgung mit Hebammenhilfe Hebammenhilfe Vertrag nach §134a SGB V GKV Spitzenverband World Health Organization: Maternal and Newborn Health*